Gewährleistungsrecht / Baurecht

Haben Sie etwas gekauft, das mangelhaft ist?

Baumängel durchziehen Ihr ganzes Haus?

Das Gewährleistungsrecht kommt dann zur Anwendung, wenn die Leistung des Schuldners bei Erbringung Mängel aufweist. Ein Mangel liegt vor, wenn das Kaufobjekt oder die Dienstleistung nicht dem vereinbarten Zustand entspricht. Ist die Dienstleistung minderwertig, haftet der Unternehmer verschuldensunabhängig.

 

Wichtig: Der Unternehmer kann den Gewährleistungsanspruch bei Geschäften mit Konsumenten weder ausschließen noch wesentlich einschränken.

 

Je nach Art und Schwere des Mangels kann der Käufer folgende Ansprüche geltend machen:

  • Mängelbehebung
  • Austausch
  • Preisminderung
  • Rückzahlung des Kaufpreises

 

Hat beim Bau Ihres Hauses der Baumeister, der Installateur oder ein anderer Handwerker nicht die vereinbarte Leistung erbracht?

 

Immer öfter gibt es Probleme mit Pfusch am Bau: Schimmel und Risse an den Wänden, undichte Fenster, Wasserschäden.

 

Die zuständigen Handwerker finden schnell eine Ausrede und fühlen sich für die Mängel nicht verantwortlich. Dennoch können in vielen Fällen Mängel aus der gesetzlichen Gewährleistung gegen den Unternehmer geltend gemacht werden.

 

Bauherren müssen Mängel nicht hinnehmen und können gegen den ausführenden Handwerker die obigen Ansprüche geltend machen.

 

Mit der Übernahme des Hauses oder der Wohnung beginnt die Frist für die dreijährige Gewährleistung zu laufen.  Innerhalb dieser Frist haftet der Bauunternehmer verschuldensunabhängig für Mängel an den von ihm durchgeführten Bauarbeiten.

 

Es gibt jedoch auch Mängel, die bei Übergabe schon ihrer Natur nach nicht erkennbar oder feststellbar sind. Betreffen diese vertraglich zugesicherte Eigenschaften, von denen die Vertragspartner annehmen müssen, dass ihr Vorhandensein erst einige Zeit nach Fertigstellung festgestellt werden kann, kann die Gewährleistungsfrist erst mit der Erkennbarkeit des Mangels zu laufen beginnen („versteckter Mangel“).

 

In manchen Fällen kann die Frist sogar 30 Jahre lang laufen, wenn etwa der Bauunternehmer den Mangel „arglistig verschwiegen“ hat (feuchte Wände werden vor dem Besichtigungstermin noch rasch neu gestrichen, damit sie dem Kunden nicht auffallen).

 

Nach Ablauf der Gewährleistungsfrist kann der Bauherr vom Unternehmer bei Werkmängeln Schadenersatz verlangen, sofern die Voraussetzungen für einen Schadenersatzanspruch gegeben sind.

  

Schwerpunkt der Kanzlei ist die Geltendmachung von berechtigten und die Abwehr von unberechtigten Gewährleistungsansprüchen.

  

Unsere anwaltliche Tätigkeit umfasst u.a.:

  • Geltendmachung oder Abwehr von Gewährleistungsansprüchen
  • Prüfung der Wirksamkeit von Gewährleistungs- und Haftungsausschlüssen
  • Bauprozessführung

Durch besonderes Engagement und persönliche Leidenschaft auf diesem Rechtsgebiet werden Erfolgsaussichten in Gewährleistungsprozessen noch zusätzlich erhöht.